Lernen wie 1985. Preise wie 2025.

Letztens bei einem Kundentermin.
Ein mittelständisches Unternehmen, Top-Leute, alle engagiert.
Wir kommen auf das Thema Weiterbildung.

Der Geschäftsführer sagt:
„Wir nehmen das sehr ernst. Unsere Mitarbeitenden sollen am Ball bleiben – Fachwissen, Pflichttrainings, Persönlichkeitsentwicklung. Da investieren wir richtig.“

Ich nicke.
Dann frage ich: „Wie sieht das konkret aus?“

Er schiebt mir ein Programmheft über den Tisch. Gedruckt. Mit Spiralbindung.
Darin: Zwei Dutzend Seminare. Präsenz, 9 bis 17 Uhr. Mit Pausen, Mittagessen – und natürlich einem Teilnahmezertifikat zum Schluss. Ich blättere durch. Viel Text. Viel Theorie. Viel „so haben wir’s immer gemacht“.

Ich frage vorsichtig: „Und wie kommt das so an bei den Mitarbeitenden?“

Er lächelt:
„Wir zahlen die Preise von 2025, aber gelernt wird wie 1995.“

Dann hat er nicht mehr gelächelt.

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