Letztens bei einem Kundentermin.
Ein mittelständisches Unternehmen, Top-Leute, alle engagiert.
Wir kommen auf das Thema Weiterbildung.
Der Geschäftsführer sagt:
„Wir nehmen das sehr ernst. Unsere Mitarbeitenden sollen am Ball bleiben – Fachwissen, Pflichttrainings, Persönlichkeitsentwicklung. Da investieren wir richtig.“
Ich nicke.
Dann frage ich: „Wie sieht das konkret aus?“
Er schiebt mir ein Programmheft über den Tisch. Gedruckt. Mit Spiralbindung.
Darin: Zwei Dutzend Seminare. Präsenz, 9 bis 17 Uhr. Mit Pausen, Mittagessen – und natürlich einem Teilnahmezertifikat zum Schluss. Ich blättere durch. Viel Text. Viel Theorie. Viel „so haben wir’s immer gemacht“.
Ich frage vorsichtig: „Und wie kommt das so an bei den Mitarbeitenden?“
Er lächelt:
„Wir zahlen die Preise von 2025, aber gelernt wird wie 1995.“
Dann hat er nicht mehr gelächelt.
